Clubgeschichte
Clubgeschichte
Die Aufgeschlossenheit der Mayener Bürger gegenüber dem Automobil und dem Motorrad und darüber hinaus die Nähe des zu jener Zeit im Bau befindlichen Nürburgrings waren Anlaß genug, die Interessengemeinschaften zu vereinen und einen Club zu gründen. Man schrieb das Jahr 1927, als honorige Persönlichkeiten aus Stadt und Land die Entwicklung und die Bedeutsamkeit der Motorfahrzeuge wohl einzuschätzen wußten; sie unterstützten und verfolgten zielstrebig den Sinn und Zweck des neugegründeten Automobil-Clubs und Umgebung“.Landrat Wegeler als erster Vorsitzender und Direktor Dr. Falkenbach als sein Stellvertreter mit den Vorstandskollegen Speditionskaufmann Wolfgang Rathscheck, Apotheker Wilhelm Schröder, Direktor Hennerici, Direktor Sehnen, Baurat Ziegler, Holzkaufmann Josef Orth und Bürgermeister Dr. Scholtisseck repräsentierten einen Automobil-Club, der sehr schnell an überregionaler Bedeutung gewann. Besonders die Erfolge der Mayener Motorsportler anläßlich der ersten Wettbewerbe auf dem neuen Nürburgring brachten für den „Automobil-Club Mayen und Umgebung“ fortwährend Schlagzeilen.Aus einer breiten Basis von guten Motorsportlern gelang es vielen Clubmitgliedern zu hohen und höchsten Meisterehren bis hin zu Europa- und Weltmeistertiteln zu kommen. Sehr schnell hatten die Verantwortlichen des AC Mayen erkannt, daß ein von solchen Erfolgen verwöhnter Club auch im veranstalterischen Bereich tätig sein sollte. Mit den Rallyes Rund um Mayen“ und „Mayen - Nürburgring“ konnte man sich gut profilieren - sie genossen den besten Ruf bei den Aktiven in ganz Deutschland. Leider wurden diese beiden Veranstaltungen später zu Opfern der immer schwieriger werdenden Genehmigungsverfahren und konnten in dieser Art nicht mehr durchgeführt werden. Auch dieses Problem wurde vom AC Mayen gekonnt überspielt. Die Hausstrecke Nürburgring wurde in Anspruch genommen, um dort Leistungsprüfungen zu organisieren; die „18 Std. Nürburgring“ war ein erster Höhepunkt für den AC Mayen als Veranstalter - sie war bundesweit beliebt, aber auch gefürchtet. Noch heute gibt es viele Geschichten und Anekdoten über diese Veranstaltungen, die so manchen Gesprächsstoff für viele Clubabende hergeben. Es war stets eine der vornehmsten Aufgaben des Automobil-Club Mayen, immer etwas mehr und immer etwas besser zu machen. So besann man sich der Durchführung von Rundstreckenrennen. Der nahe gelegene Flugplatz in Mendig war der erste Austragungsort eines Rennens, das gemeinsam mit den Freunden des Koblenzer Motorsport-Clubs veranstaltet wurde. Drei Rennen für Motorräder und Autos konnten dort stattfinden, ehe dann dieser Flugplatz umgebaut wurde und keinen Motorsport mehr zuließ. Den AC Mayen zog es wiederum zum Nürburgring und er rief das „Mayener Rundstreckenrennen“ ins Leben. Leider konnte dieses Rennen nicht den erwünschten Erfolg verbuchen und kam auch nie aus den „Kinderschuhen“ heraus. Schnell reagierten die Männer um Ali Schatz, Kurt Laux und Heinz Hennerici: Mit Hilfe der Freunde von der Ecurie du Nord aus Luxemburg konnten sie FISA-Prädikate erhalten, um damit ein internationales Rennen aufzubauenDer „Preis von Luxemburg“ fand einen festen Termin im Nürburgring-Kalender und wurde in den darauffolgenden Jahren unter den Titeln „Nürburgring-Trophy“ und „Hans-Georg Bürger-Gedächtnisrennen“ fortgeführt. Der tragische Tod des Clubmitglieds Hans-Georg Bürger war der traurige Anlaß dieser Umbenennung. Diese Rennen waren vorwiegend auf die Nachwuchsfahrer ausgerichtet und brachten daher auch nicht einen internationalen Durchbruch. Somit mußten sie einer ganz neuen Idee weichen. |
Nach dem aufwendigen Neubau der Grand-Prix-Strecke des Nürburgrings war der AC Mayen einer der ersten Veranstalter und konnte all seine Erfahrungen mit einbringen; es entstand ein partnerschaftliches, ja sogar freundschaftliches Verhältnis zu den Männern der Nürburgring GmbH. Das ständig wachsende Volumen dieses Super-Sprint machte eine Partnerschaft notwendig. Nach einigen Jahren guter Zusammenarbeit mit dem ADAC Mittelrhein kündigte dieser die Gemeinschaft auf. Kurz darauf entstand eine neue Veranstaltergemeinschaft mit dem ADAC Nordrhein und dem ADAC Saarland, die bis heute erfolgreich Bestand hat und vor einigen Jahren um den vierten Partner, die Nürburgring GmbH erweitert wurde.Die diese Veranstaltergemeinschaft bringt jeder der drei Partner eine eigene Veranstaltung ein; nebenADAC / Nürburgring stellt seitdem die Grundlage für drei leistungsstarke und renommierte eigene Veranstaltungen. Neben dem Supersprint sindwaren dies das traditionsreiche „Eifelrennen“ und der nicht weniger bekannte „Große Preis der Tourenwagen”. Sinn dieser Veranstaltergemeinschaft war und ist bis heute aber auch, kompetent und so stark zu sein, daß evtl. finanzielle Risiken vermieden werden können. Im Jahre 1996 stand die Nutzung des Flugplatzes in Zweibrücken zur Disposition und die Veranstaltergemeinschaft beschloß eine neue Rennstrecke dort zu installieren. Der ADAC Pfalz wurde als weiterer Partner ins Boot genommen und somit entstand eine weitere Veranstaltergemeinschaft - die „VZ“. |
Nach einem fast ereignislosen Clubleben während der letzten Kriegsjahre fand man sich zu Beginn der 50er Jahre wieder zusammen, um an die Erfolge vergangener Jahre anzuknüpfen; nicht nur Motorsport war angesagt, sondern auch das Organisieren von Veranstaltungen. Das Clubleben und die Interessen wurden vielfältiger, die sportlichen Erfolge und die Mitgliederzahlen wuchsen, aber auch das Streben zu „neuen Ufern“ blieb nicht aus. Die Gründungen eines zweiten, ja sogar eines dritten ADAC-Ortsclubs waren nicht zu verhindern. Es entstand der „Motorsport-Club Mayen“ und aus dessen Reihen die „Renngemeinschaft Mayen“. Von einer kontinuierlichen Vereinsarbeit und einem zielstrebigen Verfolgen der Ziele eines Clubs konnte keine Rede mehr sein - die Rivalität und das Gegeneinander beherrschten diese drei Ortsclubs und die Motorsportszenerie. |
Startseite | Wir | Clubleben | Clubsport | Meldungen | Termine | Ehrungen | Ergebnisse | Bildergalerie
© ADVICE and TRAINING St. JohannAlle Rechte vorbehalten

