Mit einer weiterhin erfolgreichen Zwischenbilanz kehrte Enrico Förderer vom vierten Rennwochenende (17. bis 19. Juli 2026) der GT4 European Series auf dem Misano World Circuit in Italien in den Westerwald zurück. Trotz schwieriger Bedingungen behauptete der 19-Jährige die Tabellenführung in der prestigeträchtigen GT4-Nachwuchsserie.
„Das hätten wir uns vorher nicht zu träumen gewagt, dass wir nach acht von zwölf Rennen weiterhin die Tabellenführung verteidigen“, erklärte Förderer nach dem Rennwochenende.
Nach den Veranstaltungen auf dem Circuit Paul Ricard (Frankreich), in Monza (Italien), Spa-Francorchamps (Belgien) und Misano (Italien) führt Förderer gemeinsam mit seinem Teamkollegen Cedric Fuchs die Silver-Wertung mit 107 Punkten an. Insgesamt kämpfen 42 Fahrer um den Titel.
„Wir sind als absolute Newcomer in die Europameisterschaft eingestiegen und wussten zunächst nicht, wo wir stehen“, sagte Förderer. „Doch das gesamte Team leistet hervorragende Arbeit.“
Einen großen Anteil am bisherigen Saisonverlauf hat SR Motorsport by Schnitzelalm Racing. Das Team von Thomas Angerer stellt den Mercedes-AMG GT4 mit Renningenieur Günter Aberer für jede Strecke und alle Bedingungen optimal ein. Zudem harmonieren die beiden jungen Fahrer auf und neben der Strecke hervorragend.
In Misano wartete allerdings eine besondere Herausforderung auf den Fahrer des AC Rübenach und AC Mayen. „Wir hatten über 30 Grad Außentemperatur und im Cockpit waren es mehr als 60 Grad. Dazu ist das Feld mit erfahrenen Piloten aus der ganzen Welt extrem stark besetzt.“
Das erste 60-Minuten-Rennen am Samstag begann vielversprechend. Förderer startete von Position acht, geriet jedoch bereits in der Anfangsphase in einen Dreikampf und wurde zwischen zwei Fahrzeugen eingeklemmt. Nach einer Berührung mit einem Audi verhängte die Rennleitung gegen das DSK-Fördermitglied eine Durchfahrtstrafe durch die Box, die sogenannte Drive-Through-Strafe. Diese kostete viel Zeit und warf den Westerwälder ans Ende des Feldes zurück. Die Entscheidung sorgte im Fahrerlager für Diskussionen, da Förderer nach Ansicht vieler Beobachter kaum eine Möglichkeit hatte, der Situation auszuweichen. Trotz des erheblichen Zeitverlustes kämpfte sich der Westerwälder wieder nach vorne und übergab den Mercedes-AMG GT4 beim Pflichtboxenstopp in aussichtsreicher Position. Am Ende stand Rang neun zu Buche.
Auch das zweite Rennen am Sonntag wurde bei großer Hitze zu einer echten Belastungsprobe für Fahrer und Material. Dank einer cleveren Boxenstoppstrategie von SR Motorsport by Schnitzelalm Racing und einer fehlerfreien Leistung beider Fahrer sprang am Ende Platz acht heraus. Damit verteidigte Förderer seine Führung in der Meisterschaft.
„Aber noch ist nichts entschieden. Es bleibt ein hartes Stück Arbeit, den Titel zu sichern. Wir sind weiterhin die Gejagten“, sagte Förderer.
Nun geht die GT4 European Series in die Sommerpause. Vom 18. bis 20. Septemberwerden auf dem Circuit Zandvoort in den Niederlanden die Saisonläufe neun und zehn ausgetragen.
Pressemitteilung Automobil-Club 1927 Mayen im ADAC
Ralph Monschauer, Motorsport XL
