Mayen/Nürburgring. Ein ereignisreiches und erfolgreiches Rennwochenende liegt hinter dem Team Varona Racing von Mike Klebe. Beim 53. Belmot Oldtimer Grand Prix 2026 auf dem Nürburgring war das Team für den Automobil-Club 1927 Mayen e.V. Im ADAC mit internationaler Beteiligung am Start. Fahrerinnen und Fahrer aus Deutschland, Brasilien und Spanien sorgten dabei für einen gelungenen Auftritt auf der traditionsreichen Grand-Prix-Strecke.
Bereits am Mittwoch begann für das Team die Veranstaltung mit der Anreise zum Nürburgring. Am Donnerstag standen zunächst Testfahrten auf dem Programm, bevor es am Freitag im Qualifying der Tourenwagen Golden Ära erstmals ernst wurde. Für Varona Racing ging die Brasilianerin Flavia Pellegrino Fernandes mit dem Ford Mondeo in der Tourenwagen Golden Ära an den Start. Die erfahrene Rennfahrerin bringt bereits umfangreiche Erfahrung aus dem Langstreckensport mit und ist auch aus der NLS (Nürburgring Langstrecken-Serie) bestens mit den besonderen Herausforderungen der legendären Nordschleife vertraut. Im Qualifying zeigte Flavia Pellegrino Fernandes eine gute Leistung und bewies einmal mehr, dass sie immer besser mit dem leistungsstarken Mondeo zurechtkommt.
Das erste Rennen am Samstag entwickelte sich zunächst dramatisch. Nach Chaos im Rennverlauf und einem schweren Unfall musste der Lauf abgebrochen werden. Beim anschließenden Restart bewies Fernandes Nervenstärke und konnte mehrere Positionen gutmachen. Am Ende überquerte sie die Ziellinie auf einem starken 29. Gesamtrang von 46 Fahrzeugen. In ihrer Klasse bedeutete dies Platz sieben von zwölf – ein hervorragendes Ergebnis in einem stark besetzten internationalen Starterfeld.
Auch im zweiten Rennen am Sonntag zeigte die Brasilianerin eine starke kämpferische Leistung. Bereits vom Start weg hatte der Mondeo allerdings mit Problemen bei der Motorleistung zu kämpfen. Trotz des Handicaps ließ sich Flavia nicht aus dem Konzept bringen und fuhr ihr Rennen souverän zu Ende. Dabei hatte sie erneut die zweite Dame im Feld hinter sich. Am Ende stand Platz 28 von 46 im Gesamtklassement sowie Rang acht von zwölf in der Klasse zu Buche.
Formel 3 sorgt für Begeisterung beim Publikum
Parallel zum Einsatz des Mondeo waren Mike Klebe und Bernardo Meyer in der Formel Heritage unterwegs. Meyer war für das Rennwochenende eigens aus Mallorca nach Deutschland angereist und brachte damit die dritte Nation in das internationale Aufgebot von Varona Racing.
Zum Einsatz kam ein ehemaliger Dallara Formel 3 von Wolfgang Kaufmann aus dem Jahr 1992 und ein Ralt RT1 Formel 3. In den Demoläufen sorgten Klebe mit dem Dallara und Meyer mit dem Ralt für viel Begeisterung bei den Zuschauern.
Mike Klebe, der seit vielen Jahren den Spitznamen „Mr. Pattex“ trägt, zeigte dabei einmal mehr, dass dieser Name nicht von ungefähr kommt. Mit viel Einsatz bewegte er den Dallara über den Nürburgring und ließ das historische Formel-3-Auto bei den Demoläufen ordentlich fliegen. Für Klebe war der Einsatz gleichzeitig eine besondere Rückkehr zu einem Fahrzeug mit persönlicher Geschichte.
„Ich hatte mächtig Spaß mit dem Auto. Mit diesem Fahrzeug bin ich vor acht Jahren zum letzten Mal einen Gesamtsieg gefahren. Es war deshalb etwas ganz Besonderes, wieder in diesem Auto zu sitzen und damit auf dem Nürburgring unterwegs zu sein.“
Auch insgesamt zog Teamchef Mike Klebe ein positives Fazit des Wochenendes. Neben den sportlichen Erfolgen konnten zahlreiche Gäste am Team begrüßt werden und erlebten den historischen Motorsport hautnah.
„Alles in allem war es ein tolles Wochenende. Für uns als kleines Team ist es immer wieder eine besondere Herausforderung, in einem so starken Feld anzutreten.“
Dabei richtet sich der Blick bereits auf die nächste Herausforderung. Am Ford Mondeo muss nun zunächst die Ursache für den Leistungsverlust gefunden werden.
„Wir müssen jetzt erst einmal genau feststellen, warum wir Leistung verloren haben. Ich bin aber sicher, dass wir das hinbekommen. Das Niveau in der Tourenwagen Golden Ära ist sehr, sehr hoch. Gerade als kleines Team ist es nicht einfach, dort mitzuhalten. Wir werden aber weiter daran arbeiten und versuchen, uns Schritt für Schritt zu verbessern. Mit Flavia Pellegrino Fernandes haben wir eine tolle und zuverlässige Fahrerin im Team. Sie bringt bereits viel Erfahrung mit, gerade auch von der Nordschleife und aus der NLS. Sie kommt immer besser mit dem Mondeo zurecht und entwickelt sich stetig weiter. Wir freuen uns sehr auf die Zukunft mit ihr.“
Nach dem gelungenen Auftritt beim Oldtimer Grand Prix geht der Blick bei Varona Racing bereits nach vorne. Der nächste Einsatz des Ford Mondeo steht beim 1000-Kilometer-Rennen im September auf dem Programm. Am Steuer wird erneut Flavia Pellegrino Fernandes sitzen. Bis dahin bleibt dem Team noch etwas Zeit, die technischen Probleme am Mondeo genau zu analysieren und die verlorene Motorleistung wiederzufinden. Mit viel Leidenschaft für den historischen Motorsport und einem engagierten Team im Hintergrund blickt Varona Racing damit zuversichtlich auf die kommenden Aufgaben.
Pressemitteilung Automobil-Club 1927 Mayen e.V. im ADAC
