Leuterod/Nürburgring. Die Nürburgring-Nordschleife gilt als eine der anspruchsvollsten Rennstrecken der Welt. Nicht umsonst trägt sie den ehrfurchtsvollen Beinamen „Grüne Hölle“. Wer hier an den Start gehen möchte, benötigt mehr als nur eine Rennfahrerlizenz – die begehrte Nordschleifen-Permit. Genau diesen wichtigen Meilenstein hat der 19-jährige Enrico Förderer aus Leuterod jetzt erfolgreich gemeistert.
Der Nachwuchsrennfahrer, der Mitglied im AC Rübenach und Automobil-Club 1927 Mayen e.V. im ADAC ist und als Förderpilot des Deutschen Sportfahrerkreises (DSK) unterstützt wird, erfüllte damit eine der wichtigsten Voraussetzungen für seine weitere Karriere im Langstreckensport. Anders als auf nahezu allen anderen Rennstrecken der Welt reicht auf der Nordschleife die reguläre Rennfahrerlizenz nicht aus. Nach einem theoretischen Lehrgang und einer praktischen Ausbildung müssen die Fahrer ihre Fähigkeiten in einem Rennen der Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS) unter Beweis stellen. Dabei gilt es, sechs Runden fehlerfrei und ohne Strafen zu absolvieren. Diese Herausforderung stellte sich Förderer beim traditionsreichen Sechs-Stunden-Rennen der Nürburgring Langstrecken-Serie gemeinsam mit DTM-Pilot Tom Kalender, seinem Teamkollegen Cedric Fuchs sowie Lennard Falk von Canal. Mehr als 130 Fahrzeuge aus mehreren Klassen sorgten für ein hochkarätig besetztes Teilnehmerfeld und jede Menge Verkehr auf der legendären 20,8 Kilometer langen Strecke.
Eine besondere Geschichte schrieb dabei auch das Einsatzfahrzeug: Der Start von Förderer wurde von der Fahrschule Hübinger aus Montabaur unterstützt. Dass der Westerwälder ausgerechnet seine „Fahrerlaubnis“ für die Nordschleife – die begehrte Permit – in einem von einer Fahrschule gesponserten Rennwagen erwarb, dürfte wohl einmalig sein. So wurde der BMW M240i Racing Cup augenzwinkernd zum wohl schnellsten Fahrschulauto der Region.
Für das Quartett von SR Motorsport by Schnitzelalm verlief das Rennen nahezu perfekt. Ohne Zwischenfälle oder Strafpunkte meisterten alle Fahrer die gestellten Anforderungen und erhielten im Anschluss die begehrte Permit A. Gleichzeitig durfte sich das Team über einen starken fünften Platz in der Klassenwertung freuen. Entsprechend groß war die Freude bei Förderer: „Ich freue mich, nun endlich meine Permit in der Hand zu haben und hoffe, dass ich noch viele Rennen auf dieser einzigartigen Strecke fahren kann. Der größte Traum ist natürlich eine Teilnahme am 24-Stunden-Rennen. Aber alles zu seiner Zeit.
„Nun konzentrieren wir uns erst einmal wieder auf das nächste anstehende Rennen der GT4 European Series im September in Zandvoort.“
Dort wartet bereits die nächste große Aufgabe auf den Westerwälder. Gemeinsam mit Cedric Fuchs führt Enrico Förderer aktuell die Gesamtwertung der GT4 European Series an. Nach dem erfolgreichen Schritt auf der Nordschleife soll nun auch im internationalen GT4-Sport der nächste Erfolg folgen. Die neu erworbene Permit eröffnet dem 19-Jährigen künftig zudem die Möglichkeit, regelmäßig auf der legendären Nordschleife an den Start zu gehen – und seinem großen Traum, eines Tages beim berühmten 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring zu starten, ein weiteres Stück näherzukommen.
Pressemitteilung Automobil-Club 1927 Mayen e.V. im ADAC
