Jürgen Nett, Achim Nett und Christoph Dupré feiern Klassensieg mit neuem Audi S3 am Nürburgring

Jürgen Nett, Achim Nett und Christoph Dupré feiern Klassensieg mit neuem Audi S3 am Nürburgring

Mayen/Nürburgring. Ein besonderer Erfolg für Jürgen Nett: Beim Saisonfinale der ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie am Samstag, 10. Oktober 2026, sicherte sich der erfahrene Rennfahrer seinen mittlerweile 101. Klassensieg. Gemeinsam mit Achim Nett und Christoph Dupré ging er für Dupré Motorsport unter der Bewerbung des Automobilclub 1927 Mayen e.V. im ADAC an den Start. Der Erfolg beim 4 Stundenrennen der Saisonabschlussveranstaltung, der 2. NLS Sportwarte-Trophy, stand allerdings erst nach einem erfolgreichen Protest fest.

Neue schwarze Perle kurzfristig einsatzbereit gemacht

Für das Team stand der letzte Saisonlauf unter besonderen Vorzeichen. Nachdem der bisher eingesetzte rote Audi S3 verkauft worden war, musste kurzfristig das neue Fahrzeug für den Renneinsatz vorbereitet werden. Die „Schwarze Perle“ sollte erstmals unter Wettbewerbsbedingungen zeigen, welches Potenzial in ihr steckt. Für die eingespielte Mannschaft bedeutete die kurzfristige Entscheidung jede Menge zusätzliche Arbeit. Schließlich galt es, das neue Auto rechtzeitig für das Saisonfinale vorzubereiten und möglichst viele Erkenntnisse für die weitere Abstimmung zu gewinnen. Auch das Eifelwetter machte es dem Team zunächst nicht leicht. Das freie Training fand ausschließlich auf nasser Fahrbahn statt. Deshalb beschränkte man sich auf einige Funktionsrunden und konzentrierte sich darauf, das Verhalten des neuen Audi bei Regen kennenzulernen. Für umfangreiche Fahrwerksänderungen blieb unter diesen Bedingungen kaum Gelegenheit.

Im Zeittraining konnte das Team dann von der zunehmenden Abtrocknung der Strecke profitieren. Als die Bedingungen gegen Ende besser wurden, nutzte Jürgen Nett seine langjährige Erfahrung und absolvierte noch drei schnelle Runden. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: Der neue Audi S3 sicherte sich die Poleposition in der Klasse.

Kontrollierter Rennverlauf mit Blick auf das neue Auto

Auch der Rennstart, den Jürgen Nett übernahm, verlief hervorragend. Die Strategie war klar: Angesichts des starken, zunächst führenden VW Golf wollte man kein unnötiges Risiko eingehen, sondern sich auf das eigene Rennen und die Weiterentwicklung des neuen Fahrzeugs konzentrieren. Jürgen Nett reihte sich zunächst auf dem zweiten Klassenrang ein. Vom nachfolgenden Cupra konnte sich der Audi absetzen, während der führende Golf pro Runde einige Sekunden schneller unterwegs war. Zusätzlich verlor das Team nach dem ersten Boxenstopp durch eine Code-60-Phase mehr als eine Minute auf das führende Fahrzeug. Anschließend absolvierte die Mannschaft mit dem schwarzen Audi konstant ihre Runden und sammelte wichtige Daten für die weitere Abstimmung.

Dabei wurde auch der direkte Vergleich mit dem Vorgänger, dem roten Audi S3, interessant. Das Fahrwerk des neuen Autos war noch nicht auf dem Entwicklungsstand des bisherigen Fahrzeugs. Nach Einschätzung des Teams kostete dies etwa zwei bis drei Sekunden pro Runde. Trotzdem zeigte sich die Mannschaft mit dem Verlauf zufrieden: Der neue Audi hatte seine erste Bewährungsprobe bestanden, und die gewonnenen Erkenntnisse waren eine wichtige Grundlage für die weitere Optimierung. Auf der Strecke schien damit zunächst ein guter zweiter Platz in der Klasse sicher.

Erfolgreicher Protest bringt den Klassensieg

Doch Dupré Motorsport hatte bereits während des Rennens eine weitere Entscheidung vorbereitet. Die Rundenzeiten des führenden VW Golf sorgten beim Team für Fragen. Während der rote Audi S3 über die Saison hinweg im Durchschnitt Rundenzeiten von etwa 9:19 bis 9:20 Minuten erreicht hatte, lag der neue schwarze Audi bei ungefähr 9:23 Minuten. Der Golf war dagegen mit Zeiten um 9:13 Minuten unterwegs. Aus Sicht der Mannschaft war dieser deutliche Zeitunterschied Anlass, die technische Regelkonformität des Konkurrenzfahrzeugs überprüfen zu lassen. Deshalb reichte man einen offiziellen Protest gegen den führenden Golf ein. Der Protest wurde angenommen. Bei der anschließenden technischen Untersuchung wurde das Fahrzeug als nicht regelkonform bewertet und disqualifiziert. Damit wurde der VW Golf aus der Wertung ausgeschlossen und der Klassensieg nachträglich dem Team mit der Startnummer 480 zugesprochen. Für Jürgen Nett, Achim Nett und Christoph Dupré bedeutete dies den erfolgreichen Abschluss eines ereignisreichen Rennens – und für Jürgen Nett einen ganz besonderen Meilenstein: seinen 101. Klassensieg auf der Nordschleife.

Die nächste Marke fest im Blick

Trotz des nachträglichen Erfolgs weiß das Team, dass am neuen Audi S3 noch Arbeit wartet. Die kurzfristige Vorbereitung, die schwierigen Trainingsbedingungen und die noch nicht vollständig optimierte Fahrwerksabstimmung machten den letzten Saisonlauf zu einem wertvollen Test unter realen Rennbedingungen.

Mit dem Klassensieg und den gesammelten Erfahrungen blickt Dupré Motorsport dennoch zufrieden auf das Saisonfinale zurück. Und Jürgen Nett hat bereits die nächste besondere Zahl im Visier: den 111. Klassensieg. Auch diese Marke soll, wenn es so weit ist, gebührend gefeiert werden.

Pressemitteilung Automobil-Club 1927 Mayen e.V. im ADAC