NLS-Doppelheader: Jürgen und Achim Nett sowie Christoph Dupré überzeugen bei schwierigsten Bedingungen – 100. Klassensieg für Jürgen Nett als besonderer Schlusspunkt

NLS-Doppelheader: Jürgen und Achim Nett sowie Christoph Dupré überzeugen bei schwierigsten Bedingungen – 100. Klassensieg für Jürgen Nett als besonderer Schlusspunkt

Nürburgring, 13. September 2026. Zwei Rennen, wechselhaftes Eifelwetter, intensive Zweikämpfe und am Ende zweimal der Klassensieg: Für Jürgen und Achim Nett sowie Christoph Dupré wurde der NLS-Doppelheader am 12. und 13. September auf der Nürburgring-Nordschleife zu einem außergewöhnlich erfolgreichen Rennwochenende.

Das Fahrertrio ging für Dupré Motorsport und unter der Bewerbung des Automobil-Club 1927 Mayen e.V. im ADAC an den Start. Auf dem Programm standen am Samstag das 65. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen und am Sonntag der 66. ADAC ACAS Cup – jeweils über die Distanz von vier Stunden.

Samstag: Spannender Kampf bis zum 99. Klassensieg

Bereits am Freitag hatte sich das Team angesichts der wechselhaften Wetterbedingungen dazu entschieden, auf das freie Training zu verzichten. Fahrzeug und Material sollten für die beiden bevorstehenden Renntage geschont werden.

Im Qualifying am Samstag lief zunächst nicht alles nach Plan. Ein ausgeschlagenes Stoßdämpferlager hinten rechts musste noch vor dem Rennen repariert werden. Dennoch erreichte das Team den dritten Startplatz in der Klasse und konnte den Audi rechtzeitig wieder einsatzbereit an den Start bringen. Traditionell übernahm Jürgen Nett den ersten Turn. Von Startplatz drei aus fand er schnell seinen Rhythmus und lieferte sich über die ersten sechs Runden einen intensiven, aber jederzeit fairen Zweikampf mit Michael Bohrer im VW Golf. Mit einem kleinen Vorsprung kam Nett zum ersten Boxenstopp und übergab das Fahrzeug an seinen Bruder Achim. Auch dieser hielt das Team im Kampf um die Spitze und setzte den engen Wettbewerb mit der Konkurrenz fort. Anschließend übernahm Christoph Dupré und lieferte sich während seines Turns unter anderem ein intensives Duell mit Pascal Fritsche. Für die Schlussphase stieg noch einmal Jürgen Nett ins Cockpit. Mehrere Code-60-Phasen machten die letzten Runden zusätzlich anspruchsvoll und verlangten volle Konzentration sowie eine gute Einschätzung der Rennsituation. Nett brachte den Audi schließlich sicher als Klassensieger ins Ziel. Damit stand am Samstag nicht nur der erste Erfolg des Doppelheaders fest, sondern gleichzeitig der 99. Klassensieg in der Motorsportkarriere von Jürgen Nett. Zusätzlich durfte sich das Team über Pokal und Siegerkranz für den Erfolg in der VNL-Produktionswagenklasse freuen.

Viel Zeit zum Feiern blieb allerdings nicht. Schon am nächsten Morgen wartete das zweite Vier-Stunden-Rennen und damit für Jürgen Nett die erste Gelegenheit, die besondere Marke von 100 Klassensiegen zu erreichen.

Sonntag: Eifelwetter macht die Reifenwahl zum Glücksspiel. Auch am Sonntag zeigte sich das Wetter auf der Nordschleife von seiner typischen Seite. Aufgrund der wechselhaften Bedingungen beschränkte sich das Team im Qualifying auf die notwendigen Pflichtrunden und schonte erneut Fahrzeug und Material. Trotzdem reichte es wiederum für Startplatz drei in der Klasse. Jürgen Nett übernahm erneut den Start und befand sich vom ersten Moment an mitten im Kampf um die Spitze. Neben einem Cupra mischte auch der starke Golf mit Startfahrer Pascal Fritsche im Kampf um die Klassenführung mit. Die Positionen wechselten mehrfach. Trotz des engen Wettbewerbs blieb der Kampf ausgesprochen fair. Bereits vor dem Rennen hatten sich die Beteiligten darauf verständigt, sich beim Überholen genügend Raum zu lassen und genau so wurde auf der Strecke miteinander umgegangen. Nach seinem ersten Turn übergab Jürgen Nett den Audi an Achim Nett. Dieser ging zunächst ebenfalls auf Slicks auf die Strecke, obwohl sich bereits neuer Regen ankündigte. Auf den teilweise feuchten Streckenabschnitten zeigte Achim Nett einen starken Turn und konnte zeitweise einen Vorsprung von rund 25 Sekunden herausfahren. Auch die Boxenstrategie spielte nun eine entscheidende Rolle. Aufgrund verschiedener Code-60-Phasen entschied sich das Team, Achim eine zusätzliche Runde fahren zu lassen. Während der Neutralisationen konnte Kraftstoff gespart werden, eine Entscheidung, die sich im weiteren Rennverlauf auszahlen sollte. Beim anschließenden Boxenstopp erfolgte schließlich der Wechsel auf Regenreifen. Zwischenzeitlich sorgte die Überprüfung einer möglichen Code-60-Situation für kurze Unruhe im Team. Nach dem Rennen konnte die Situation anhand der vorhandenen Videoaufnahmen nachvollzogen und aufgeklärt werden. Eine Bestrafung erfolgte nicht.

Christoph Dupré behält im Regen die Nerven. Nach einem weiteren Boxenstopp übernahm Christoph Dupré den Audi für einen Doppelturn und damit begann die entscheidende Phase des Rennens. Die Wetterbedingungen wurden zunehmend schwieriger. Mal regnete es stärker, dann ließ der Niederschlag wieder nach. Genau diese Veränderungen sorgten für einen spannenden Kampf mit dem VW Golf. Bei weniger Regen konnte der frontgetriebene Golf seine Stärken ausspielen. Wurde die Strecke nasser, kamen dagegen die Vorteile des allradgetriebenen Audi stärker zum Tragen. So entwickelte sich in den Schlussrunden ein echtes Wechselspiel. Christoph Dupré musste konzentriert bleiben und alles aus dem Fahrzeug herausholen. Als der Regen schließlich wieder stärker wurde, konnte sich der Audi entscheidend durchsetzen. Christoph Dupré brachte das Fahrzeug schließlich als Klassensieger über die Ziellinie.

Damit war nach vier intensiven Rennstunden der zweite Klassensieg innerhalb von zwei Tagen perfekt. Zwei Rennen, zwei Siege – und eine besondere Zahl. Für das gesamte Team von Dupré Motorsport war der Doppelheader damit ein außergewöhnlicher Erfolg. Fahrer, Boxenmannschaft, Technik und Strategie hatten unter schwierigen Bedingungen an beiden Tagen funktioniert.

Für Jürgen Nett hatte der zweite Klassensieg des Wochenendes noch eine zusätzliche Bedeutung: Nach seinem 99. Erfolg am Samstag bedeutete der Sieg am Sonntag zugleich den 100. Klassensieg seiner Motorsportkarriere. Ein besonderer Meilenstein, der an diesem Wochenende aber vor allem das Ergebnis einer geschlossenen Mannschaftsleistung war. Jürgen und Achim Nett sowie Christoph Dupré konnten gemeinsam mit der gesamten Mannschaft von Dupré Motorsport auf ein nahezu perfektes NLS-Wochenende zurückblicken:

Zwei Vier-Stunden-Rennen. Zwei Klassensiege. Und als besonderer Schlusspunkt der 100. Klassensieg für Jürgen Nett.

Pressemitteilung Automobil-Club 1927 Mayen e.V. im ADAC

Foto: Pitlane Marketing